 |
Die Grundideen der Hausgemeinschaft Müggelhof in Berlin - Friedrichshain
Müggelhof 21– Gemeinschaftliches Wohnen für Frauen
Tolerant und vielfältig
Der Müggelhof sieht sich in der Tradition von unabhängigen und selbstbestimmten Zusammenschlüssen von Frauen. Im Name schwingt die Erinnerung an die historischen Beginenhöfe mit. Der Müggelhof ist offen für Frauen jeden Alters, jeder Weltanschauung, Religion und Lebensweise. Freude an der Vielfalt, Gleichberechtigung und Toleranz prägen das Miteinander.
Eigentum mal anders
Im Müggelhof wohnen Frauen gemeinschaftlich und individuell zugleich. Die meisten Wohnungen sind eher klein, in den größeren Wohnungen ist Platz für mehrere Personen. Alle Wohnungen werden als Eigentum von Frauen individuell erworben. In ihren vier Wänden lebt jede wie und mit wem sie will. Das gemeinsame Eigentum aller Bewohnerinnen besteht aus einem Gemeinschaftsraum mit Küche und WC, einer Gästewohnung und einem Gemeinschaftsgarten.
Frei – doch nicht allein
Jede Mitbewohnerin des Müggelhofes lebt selbstbestimmt und eigenverantwortlich. Zu unserer Idee vom Zusammenwohnen gehört das Interesse am Gelingen von Gemeinschaft und der Wunsch, dabei mitzuwirken – immer auf der Basis von Freiwilligkeit, doch durchaus in Anerkennung der Balance gegenseitigen Geben und Nehmens.
Recht und Gesetz
Das Wohnprojekt ist in der Rechtsform einer Eigentümerinnenversammlung (EIV) verfasst. Hier werden Beschlüsse zu den Gebäuden, zur Verwaltung, zu Rechten und Pflichten der Mitbewohnerinnen u.ä. gemäß den gesetzlichen Vorgaben gefasst. Die Beauftragung einer Hausverwaltung ist gesetzlich vorgeschrieben, angestrebt wird jedoch, die Verwaltung so weit als möglich selbst zu übernehmen.
Ressourcen schonen
Alle Mitbewohnerinnen achten und pflegen das eigene und das gemeinschaftliche Eigentum. Dabei werden Prinzipien des sparsamen Wirtschaftens mit natürlichen und finanziellen Ressourcen beachtet. Die Verwaltung und Pflege des gemeinschaftlichen Eigentums erfolgt in Arbeitsgemeinschaften. |
| |
|
| |
| "Wenn alle für die Gemeinschaft etwas tun, dann wird auch jeder davon profitieren. Ich hätte zum Beispiel großes Interesse an einer Wandergruppe, an der Pflege des Gartens, an einem Kaffekränzchen, an Vorträgen über fremde Länder (wo einige Bewohnerinnen gewohnt und gelebt haben), an gemeinsamen Festen und Feiern zu Jahreszeiten und Jahrestagen usw. Wenn Interesse besteht, dann biete ich gern gemeinschaftliche Yoga-Stunden an." Angelika |
| |
| "Eher zufällig bin ich im Internet auf das Wohnprojekt an der Müggelstraße gestoßen. Das Konzept hat mich sofort angesprochen und so wage ich den Schritt von Brüssel ins für mich fremde Berlin. Ich hoffe, dass sich unter den Bewohnerinnen Achtsamkeit und Verbundenheit entwickeln, gleichzeitig wünsche ich mir Zurückhaltung und gegenseitigen Respekt." Ulrike |
| |
| "Ich freue mich darauf, in einer Gemeinschaft zu leben, in der ich mein Leben und meine Person nicht ausführlich erklären muß, da jede Mitbewohnerin im Prinzip ähnliche Grunderfahrungen gemacht haben wird. Ich freue mich also auf das Erlebnis einer stillen Solidarität, von der man sicher ist, dass sie existiert, obwohl sie nicht jeden Tag neu erklärt wird. " Gisela |
| |
| "Wir möchten in freundlicher, freier und verantwortungsvoller Hausgemeinschaft wohnen." Ulrike & Gabriele |
| |
"Ich freu mich auf:
- die gemeinsame Ausgestaltung unseres Projekts,
- Gespräche nach oder bei gemeinsamen Aktivitäten (Film, Theater, Wandern,...),
- Plaudern bei einer Tasse Tee,
und ... auf meine vier Wände, die ich in Gedanken schon einrichte. "
Rotraut |
| |
| "Ich möchte gerne einmal im Monat gemeinsam essen mit allen, die Lust dazu und auch Zeit haben. ( z. B. Freitag Suppen-"Abend)" Rotraut |
| |
| "Ich bin einfach neugierig auf die Mitbewohnerinnen, auf die für mich völlig neue Umgebung (vom Häuschen in eine kleine Wohnung, vom Dorf in die Stadt, vom Alleineleben in eine Gemeinschaft umziehen). Es ist einfach spannend! Ich freu mich sehr und hab keine Erwartungen." Iris |
| |
"In der neuen Wohngemeinschaft stelle ich mir Toleranz, Vielseitigkeit, Weltoffenheit vor, um Dinge zu tun, die bisher zu kurz kommen (Natur, Theater, Musik usw.)
Stellt sich dann ein Heimatgefühl im neuen Umfeld ein, dann ist das Wohnen geglückt." Waltraut |
|
| |
 |
|
|

Wir besichtigen das Grundstück

Besuch in der benachbarten Kita

Besprechung auf der Baustelle
|